Energiewende Demo in Potsdam

Nein zu 10 H!

 

250 Menschen fanden sich am 18.03.2015 vor dem Landtag ein, um spontan für die Rettung der Energiewende in Brandenburg zu demonstrieren. Auslöser hierfür war eine Gruppe von Windkraftgegnern, die sich zwischen Stadtschloss und Filmmuseum versammelt hatte, um die so genannte 10H-Regelung einzufordern. Dabei handelt es sich um eine Abstandsregelung, die den Mindestabstand von Wohnbebauung und Windkraftanlage auf ein Zehnfaches der Anlagenhöhe festsetzen soll. Die für Windkraft nutzbaren Flächen würden sich hierdurch in Brandenburg dramatisch reduzieren, die Energiewende wäre in Gefahr.
Dabei ist Windkraft in Brandenburg eine Erfolgsgeschichte. Rund 6.000 Arbeitsplätze hängen heute hiervon ab. Es handelt sich dabei vor allem um Fachkräfte aus der Landschaftsplanung, dem Ingenieurswesen und der Geoökologie. Organisiert sind sie im BWE, dem Bundesverband für Windenergie. Dessen Vizepräsident, Jan Hinrich Glahr, eröffnete um 8 Uhr die Demo. Es folgten Redebeiträge von Ralf Holzschuher (SPD), Heide Schinowsky (Bündnis 90/Die Grünen) und Jan Teut, der die Windkraftunternehmer vertrat.
Für deftigen Rock sorgte die Band „Zweiunterhalter“, die Highway to Hell kurzerhand in „10H zur Hölle!“ umdichtete.

 

Drei Fragen an

Gudrun Petrick

 

Gudrun, wann hast Du begonnen, dich mit Windenergie zu beschäftigen? Gab es einen besonderen Anlass oder ein besonderes Vorbild?

 

Anlass war die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1985.

Ich war gerade bei herrlichem Sonnenschein mit meinem Sohn im Garten als ich von dem GAU hörte. Seitdem beschäftige ich mich mit alternativen Energien, insbesondere der Windenergie. Ich wollte mich vor allem mit Naturschutzfragen in der Bauleitplanung und Landschaftsplanung befassen und gründete 1990 als Biologin mein Planungsbüro. Bereits 1995 gab es die ersten Bedenken in Sachen Vogelschutz und Windkraft. Ein großer Projektentwickler der Branche fragte mich, ob ich als Ornithologin und ehemalige Mitarbeiterin der Vogelwarte Hiddensee bereit bin, eine gutachterliche Einschätzung zum Thema Windkraft und Vogelschutz abzugeben. Schnell kamen weitere Anfrage zum Thema Windenergie dazu und unser Büro, inzwischen mit mehreren Mitarbeitern, beschäftigte sich mit den Genehmigungsverfahren für Windenergie, mit den Gutachten, die dazu erforderlich waren. Wir wurden bald zu gefragten Beratern in Sachen Genehmigungsverfahren für Windenergie im Land Brandenburg, insbesondere was die Naturschutz-Fragestellungen betrifft. Als Projektentwickler haben wir zudem in den letzten Jahren über 50 Windkraftanlagen errichtet, sind angesehen in der Region und inzwischen mit dieser fest verwurzelt. Man kennt sich – das sehen wir als Vorteil.

 

 

 

 

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Die Windenergiebranche ist nach wie vor eine Männerdomäne. Du bist hingegen schon seit 1990 in dieser Branche aktiv.

Was hat sich seitdem geändert und was muss sich noch ändern?

 

Ich habe es nie so empfunden, dass es Nachteile haben könnte, in einer „Männerdomäne“ zu arbeiten. Ich habe meine Arbeit gemacht, ein Büro geleitet, versucht das Team anzuleiten, sodass wir möglichst effizient zu einer Genehmigung für unsere Parks kommen und möglichst viele „Hürden“ auslassen. Hier macht es insbesondere Spaß mit zuverlässigen, engagierten Menschen zu arbeiten, die sich für die Sache, die wir vertreten, einsetzen und Spaß daran haben, für ein Ziel zu kämpfen.

 

 

Welchen Tipp kannst Du Berufsanfängern oder Quereinsteigern geben?

 

Engagiert für die Sache sein, der Rest ergibt sich. Spaß bei der Arbeit haben, sich ein Gebiet suchen, welches den eigenen Interessen sehr nahe kommt, dann ist man auch zufrieden und kann tolle Dinge vollbringen und man findet dann Leute, die einen auf diesem Weg begleiten und unterstützen.

 

Gudrun Petrick

Geschäftsführerin

Diplom-Biologin

Beratende Tätigkeit in komplizierten Planverfahren

Natura 2000-Verträglichkeitsstudien

Mitglied bei Women of Wind Energy Deutschland e.V.

Seit 1990 Geschäftsführerin des Planungsbüros Petrick mit dem Schwerpunkt Landschafts- und Bauleitplanung

Seit 1995 in der Windenergiebrache tätig

2002 Gründungsgesellschafterin bei der Nordwind Handels GmbH & Co. KG

2005 Gründung der WindSale GmbH

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Der erste Tag im Büro

 

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Engagierte Mitarbeiter sind für ein Unternehmen unabdingbar. Wir freuen uns Bella in unserem Team begrüßen zu können.

Die Hovawartdame wird vor allen in den Bereichen Customer Relationships und Human Resources tätig sein.

Der erste Kontakt mit ihren Kolleginnen und Kollegen war freundlich bis herzlich.

Und auch ihre Bürotauglichkeit hat sie bereits bewiesen: Lieber 8h im Büro, als gar keinen Schlaf.

 

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Durchgekaute Kabel: 1

Schläfchen gehalten: 5

Plüschtiere geherzt: 1

Verzehrte Kauknochen: 0

Liebe Menschen begrüßt: Unglaublich viele

 

 

Dorffest Klein Leine 2014

Miteinander reden und Mitreden

 

Wir freuen uns immer über einen netten Plausch. Ein Dorffest ist eine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger mit uns zu sprechen. Denn auch nach dem Bau haben wir zwei offene Ohren.

Oft kennt man sich schon, denn bereits in der Planungsphase sind wir im Dialog mit Anwohnern und Gemeindevertretern.

Bei extra dafür eingerichteten Windstammtischen klären wir mit Zahlen und Fakten zur Windenergie auf – damit Jeder und Jede gut informiert ist.

 

Sollten Sie doch noch eine Frage haben, melden Sie sich einfach per Mail, Fax oder Telefon.

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Dorffest Groß Leine 2014

Historisches und High Tech

 

Beim Dorffest in Groß Leine feierten wir das 80-jährige Bestehen der örtlichen Feuerwehr. Nach einem kurzen Appell beginnt der Umzug auf älteren und neueren Feuerwehrwagen durch das Dorf. Auch die Blasmusikanten der Spreewälder Jungs fahren mit und sorgen dabei für musikalische Untermalung.

An einem Modellhäuschen aus Holz und Stroh wird danach das Löschen eines Feuers mit historischem Gerät gezeigt.

Die Wasserpumpe wird dabei von Hand betrieben und die Feuerwehrleute tragen historische Uniformen mit Haube. Nach dem gelungenen Löscheinsatz wird die Darbietung mit einem Applaus von den Zuschauern belohnt. Kinderschminken und eine Hüpfburg sorgen für Spaß bei den kleinen Teilnehmern, und ein pinker Tiger holt sich an unserem Stand ein Windrad ab.

Damit es für die Kinder nicht langweilig wird, beschenken wie sie mit Malbüchern und Buntstiften – die entstandenen Kunstwerke werden uns später stolz präsentiert. Wir beweisen Fingerspitzengefühl und ein ruhiges Händchen. Beim Bierkrug schieben bugsieren wir den Bierkrug bis auf wenige Zentimeter nah an den Rand. Beim Luftgewehrschießen gewinnen wir sogar eine rote Rose. Währenddessen dreht sich auf dem Grill ein Schweinchen, dass nicht nur aus der Region, sondern direkt aus dem Ort von der Erzeugergemeinschaft Fleischschwein kommt. Alte Traktoren stehen Spalier während sich im Hintergrund die Windräder des Windparks Märkische Heide drehen.

Die hochmoderne V 90 Anlagen von Vestas drehen sich unbeachtet und erzeugen dabei Ökostrom.

 

Global Wind Day 2014

Der Tag des Windes

 

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Zum Tag des Windes waren wir beim Dorffest in Biebersdorf und haben dort eine tolle Zeit verbracht. Den Auftakt machten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Märkische Heide mit spannenden Wettkämpfen. Die Feuerwehr Biebersdorf hatte, obwohl sie ihr 80-jähriges Bestehen feierte, diesmal kein Glück

und landete aufgrund eines technischen Fehlers nur im hinteren Abschnitt der Platzierung.

 

Auf dem Grill brutzelten Steaks und Würstchen, und natürlich gab es auch fleischlose Gerichte. Bei frisch gebrühtem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen saß man fröhlich zusammen und plauschte. „Wie viel wiegen wohl der Hecht, der Wels und der Aal zusammen?“, war die Frage am Stand der Angler. Das Gewicht,

der in dem großen Wasserbottich schwimmenden Fische, sollte geschätzt werden, und das Wasser täuschte so manche Augen.

Bei einem Würfelspiel  gab es geräucherte Forellen zu gewinnen, am Stand der Jäger konnte man sich im Dartspiel versuchen und für Heimatgefühl sorgten die Original Lausitzer Blasmusikanten. Sogar einige Tanzpaare wirbelten bei der Polka über den Platz.

 

Auf der Hüpfburg und beim Kinderschminken amüsierten sich die Kleineren. Sie freuten sich über unsere Global Wind Day – Windräder und stellten uns viele Fragen am Stand. „Wozu ist das?“, fragte ein Kind und zeigte auf unsere Modellwindkraftanlage. Das, was dort wie ein Spoiler aussieht, dient zur Kühlung der Gondel und ist auch bei den lebensgroßen Modellen vorhanden.

 

Kurz und Bündig: Der diesjährige Global Wind Day war für Jung und Alt ein rundum gelungener Tag.

 

Energiewende Demo in Berlin

Wir wollen die Energiewende!

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist so erfolgreich, dass es sich zum deutschen Exportschlager entwickelt hat. Die nun von der Bundesregierung geplante Novellierung ist ein Rückschritt. Sie bedeutet das Aufschieben des Atomausstiegs, die Verlängerung des Braunkohleabbaus und macht umweltschädigendes Fracking wahrscheinlicher. Ihren Widerwillen dagegen brachten 12.000 Bürgerinnen und Bürger lautstark am 10. Mai zum Ausdruck, als sie gemeinsam im Regierungsviertel in Berlin gegen Änderungen am EEG demonstrierten. Das EEG ist gut so, wie es ist – es sichert den Ausbau der Erneuerbaren Energien, hilft beim Aufbau eines dezentralen Stromnetzes und rettet so ganz nebenbei auch noch das Klima.

Wir sagen deshalb: Hände weg vom EEG!

 

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Naturschutz

Naturschutz

Windparks

Bis heute haben wir rund 250 Windenergieanlagen im Land Brandenburg bei der Planung und Realisierung begleitet.

BS Fakten
Inbetriebnahme: Juni 2009
Anlagentyp: Vestas V90 / 2MW
Anzahl Windanlagen: 11

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 125 m
Jahresertrag: 55.000.000 kWh 

Ökologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 45.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 14.000*im Vergleich zum Kohlekraftwerk

MH Fakten
Inbetriebnahme: Dezember 2009
Anlagentyp: Vestas V90 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 11

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 125 m
Jahresertrag: 55.000.000 kWh

Ökologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 45.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 14.000*im Vergleich zum Kohlekraftwerk
Fakten
Inbetriebnahme: April 2012
Anlagentyp: Vestas V90 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 14

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 125 m
Jahresertrag: 62.400.000 kWhÖkologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 50.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 15.600*im Vergleich zum Kohlekraftwerk» zur Projektwebseite
WA Fakten
Inbetriebnahme: 2002
Anlagentyp: Vestas V80 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 11

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 100 m
Jahresertrag: 55.000.000 kWhÖkologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 45.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 14.000*im Vergleich zum Kohlekraftwerk
WA_II Fakten
Inbetriebnahme: Dezember 2003
Anlagentyp: Vestas V80 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 3

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 100 m
Jahresertrag: 15.000.000 kWh 

Ökologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 12.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 1.300*im Vergleich zum Kohlekraftwerk

TR Fakten
Inbetriebnahme: Dezember 2004
Anlagentyp: Vestas V90 / 2MW
Anzahl Windanlagen: 5

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 105 m
Jahresertrag: 25.000.000 kWhÖkologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 45.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 14.000*im Vergleich zum Kohlekraftwerk
GUE Fakten
Inbetriebnahme: 2005
Anlagentyp: Vestas V90 / 2MW
Anzahl Windanlagen: 10

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 105 m
Jahresertrag: 50.000.000 kWh 

Hier wurden noch quadratische Fundamente verbaut.

BSN Fakten
Inbetriebnahme: 2010
Anlagentyp: Vestas V90 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 2

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 125 m
Jahresertrag: 10.000.000 kWh

Ökologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 8.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 2.500*im Vergleich zum Kohlekraftwerk
BSW Fakten
Inbetriebnahme: Dezember 2011
Anlagentyp: Vestas V90 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 1

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 125 m
Jahresertrag: 5.000.000 kWh

Ökologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 4.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 1.300*im Vergleich zum Kohlekraftwerk
GKL Fakten
Inbetriebnahme: April 2012
Anlagentyp: Vestas V90 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 2

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 125 m
Jahresertrag: 10.000.000 kWh

Ökologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 8.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 2.500*im Vergleich zum Kohlekraftwerk

BSN2 Fakten
Inbetriebnahme: Dezember 2012
Anlagentyp: Vestas V90 / 2 MW
Anzahl Windanlagen: 3

Betriebsinformationen
Narbenhöhe: 125 m
Jahresertrag: 15.000.000 kWh


Ökologische Fakten
jährliche Einsparung CO2*: 12.000 Tonnen CO2
Versorgte Haushalte mit sauberem Strom: 1.300*im Vergleich zum Kohlekraftwerk

Fledermäuse

Die Themen Feldermausschutz und Ausbau der Windenergie bergen seit Jahren ein zunehmendes Konfliktpotential. Immer wieder wird von Schlagopfern unter Windanlagen berichtet. Im Zuge dessen ist die öffentliche Diskussion stark emotionalisiert und verfehlt nicht selten eine objektive Betrachtung der Situation. Das erschwert den planerischen Alltag und führte vereinzelt zu der Entscheidung, bereits bestehende Windparks vom Netz zu nehmen. Ein solches Eingreifen ohne verlässliche Datenbasis gefährdet nicht zu letzt das Erreichen der klima – und umweltpolitischen Ziele.

 

Bislang gibt es keine Langzeitstudie, aufgrund derer die populationsbiologischen Auswirkungen von Windenergieanlagen abgeschätzt werden können. So führt eine verkürzte Betrachtung zu Fehleinschätzungen bei der Risikobewertung.

Wir möchten der Problematik mit langfristigen Erhaltungsmaßnahmen begegnen:

  • Quartiermanagement
  • Schlagopfersuche
  • Feldmonitoring


Die Erhaltungsmaßnahmen stellen eine aussichtsreiche Alternative zur Abschaltung der Windparks dar und liefern gleichzeitig eine verlässliche Datenbasis, um den Einfluss von Windenergie auf Fledermauspopulationen zukünftig adäquat einschätzen zu können.


Weiteres Informationsmaterial finden Sie hier:

PDF Das Fledermausquartiermanagement – Ein Konfliktlösungsansatz
PDF Windpark Biebersdorf: Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
PDF Fledermäuse und Windkraft – Gütliche Koexistenz in Sicht?